Skateboard Infos

skateboarderDas Deck eines Skateboards ist für das Aussehen und einige, wesentliche Fahreigenschaften verantwortlich. In der Regel ist es aus siebenschichtigen Furniersperrhölzern und kanadischem oder baltischem Ahorn gefertigt. Die Maße betragen meist 80 Zentimeter in der Länge sowie zwanzig Zentimeter in der Breite. Die Unterseite des Decks ist in vielen Fällen sehr aufwendig gestaltet. An sie werden zwei beweglich gelagerte Achsen geschraubt.

Heute existieren neben der klassischen Version des Skateboards zahlreiche modifizierte Varianten. Am bekanntesten sind Longboards und Slalomboards. Longboards besitzen ein deutlich längeres Deck, größere und weichere Rollen, weniger ausgeprägte Nose und Tail. Slalomskateboards hingegen sind zumeist aus flexibel schwingendem Holz und ohne jeglichen Überstand an Nose und Tail gefertigt. Eine weitere Spielform des Skateboards ist das sog. Snakeboard. Hierbei handelt es sich um ein zweigeteiltes Skateboard, das sich zum Slalomfahren und zum Vorführen von Tricks eignet.

Obwohl Skateboarden eine recht beliebte Sportart ist, kann es kaum mit anderen Sportvarianten verglichen werden. Es fehlt ein System aus Ligen und Verbänden, das in anderen Sportarten obligatorisch ist. So fällt es schwer, nationale und internationale Hierarchien zu schaffen. Dennoch existieren unabhängige Organisationen, die sich dem Skateboarden verschrieben haben und zahlreiche Veranstaltungen durchführen. Lose Wettbewerbe wie das Mastership, die X-Games in Kalifornien und regelmäßige Contests sind das Resultat dieser Arbeit. Die regelmäßig durchgeführten Contests ermöglichen das Zusammenstellen inoffizieller, internationaler Ranglisten. Trotz dieses scheinbaren Strebens nach Professionalisierung verstehen viele Skater das Skaten eher als individualisierten Lebensausdruck denn als sportlichen Wettkampf. Bis heute ist das Skaten ein Sport, der in Subkulturen verwurzelt ist. Die anfänglichen Konflikt- und Kriminalitätserfahrungen, die Aussteigermentalität der Surfer und andere Einflüsse, die die frühen Skater geprägt haben, sind auch heute noch spürbar. Sport, Kunst und Musik verbinden sich im Rahmen des Skatens zu einer Art Lebensstil. So sind Graffiti und Hardcoremusik auch heute noch ein zentraler Bestandteil der Skatekultur.

Offiziell wird das Skateboardfahren aufgrund der fehlenden oder schwach ausgeprägten Strukturen und des meist jungen Alters der Skater zu den Freizeitsportarten gezählt. Neben der subkulturellen Verwurzelung stellt auch die seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten zu beobachtende Kontinuität ein gewichtiges Argument gegen diese Klassifikation dar. Die Komplexität des Skatens stellt darüber hinaus hohe Anforderungen an die Skater – Durchhaltevermögen und Lernbereitschaft sind unerlässlich. Auch dies ist für einen Freizeitsport untypisch.

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